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Konversion von Askren Manor in Schweinfurt: Sieger des Städtebaulichen Ideenwettbewerbs gekürt

Schweinfurt, 31. Juli 2014. - Nach dem vollständigen Abzug der amerikanischen Streitkräfte im Herbst 2014 soll die US-Wohnsiedlung Askren Manor möglichst schnell als eigenständiges Wohngebiet weiterentwickelt und mit dem Stadtraum von Schweinfurt vernetzt werden. Askren Manor im Ortsteil Gartenstadt liegt rund drei Kilometer vom Stadtkern entfernt. Mit der Auslobung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs erfolgte eine weitere Weichenstellung. Geplant ist ein nachhaltiges und gleichermaßen zukunftsfähiges Stadtquartier, für das ein Teil der Häuser und der Charakter der Siedlung erhalten bleiben sollen.

Askren Manor: Städtebaulicher Ideenwettbewerb nach Abzug der amerikanischen Streitkräfte im Herbst 2014. Copyright: Hajo Dietz Luftbildfotografie

Im Rahmen des städtebaulichen Ideenwettbewerbs wurden Lösungsvorschläge erarbeitet, die Eingang in den Bebauungsplan finden sollen. An dem Wettbewerb, der mit einem Preisgeld von insgesamt 150.000 Euro dotiert wurde, konnten sich Arbeitsgemeinschaften von Stadtplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten beteiligen. Nach Ablauf der Einreichungsfrist Ende Mai tagte Mitte Juli schließlich ein Preisgericht, das aus 45 eingereichten Arbeiten drei Sieger kürte.

Bei der Auswahl spielten wirtschaftliche und planerische Aspekte ebenso eine Rolle, wie Vermarktungsmöglichkeiten und die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Von einem Komplettabriss der Wohnblöcke in Askren Manor wurde bereits in der Ausschreibung abgesehen. Dementsprechend zielten auch die Entwürfe im Wettbewerb auf eine konstruktive Nachnutzung der vorhandenen guten Bausubstanz und einen Erhalt der Erschließungsanlagen ab.

Militärische Struktur aufbrechen, Wohnformen umsetzen

Der erste Platz und 50.000 Euro Preisgeld gingen einstimmig an die „Frankfurter BS+ Städtebau und Architektur GmbH“ in Zusammenarbeit mit den „El:ch Landschaftsarchitekten“ aus München. Ausschlaggebend für die Entscheidung des Preisgerichts war die geplante Transformation des Gebietes, die es ermöglichen soll, „starre militärische Struktur aufzubrechen, und – in Etappen – in verschiedene Wohnformen umzusetzen“. Konkret soll der Entwurf die Vorstellung von einem modernen und qualitativ breiten Spektrum erfüllen, das alle Wohnformen enthalten soll: vom Wohnen für junge Familien bis hin zu altersgerechtem Wohnen mit sozialer Komponente.

Alle eingereichten Arbeiten konnten bis zum 25. Juli im Foyer des Stadttheaters Schweinfurt besichtigt werden.


Die nächsten Schritte

Der Sieger-Entwurf wird in einem nächsten Schritt als städtebauliches Grundkonzept dem Stadtrat vorgelegt. Bereits am 30. September soll der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans im Stadtrat gefasst werden.

Die Stadt Schweinfurt und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) intensivieren parallel hierzu ihre Erwerbsverhandlungen. Beide streben einen zeitnahen Verkauf der Gesamtliegenschaft nach der Rückgabe durch die US-Streitkräfte an.

Presseinformation

Weitere Einzelheiten können der Presseinformation des Landratsamtes Schweinfurt entnommen werden.

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